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Anonym im Internet surfen: Ratgeber

Anonym im Internet surfen: RatgeberAnonymität ist in Zeiten des Internets eine Sache, die nicht immer garantiert ist. Mittlerweile ist man permanent von so vielen technischen Geräten umgeben, dass man sich nicht immer sicher sein kann, ob nicht doch gerade jemand über eines der Mikrofone in Smartphones, Laptops oder Computern gerade mitlauscht.

Vor allem beim Surfen im Internet ist Anonymität sehr wichtig – nicht nur, um neugierigen Behörden das Handwerk zu legen.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie man anonym im Internet surfen kann und warum man vor allem heutzutage in die eigene Internet-Anonymität investieren sollte.


Warum sollte man anonym surfen?

Viele Menschen, die von Zuhause aus über ihren eigenen Computer Webseiten aufrufen und online surfen, denken, dass sie dabei gerade von niemandem beobachtet werden.

Anonym im Internet surfen

Tatsache ist, dass es aufgrund einiger Gesetzesänderungen legal (und sogar Pflicht) ist, dass Internet-Provider das Surfverhalten der Nutzer für bis zu 1 Jahr speichern.

Das bedeutet, dass irgendwo auf einem Server alle Webseiten, die man jemals aufgerufen hat, schön protokolliert in einer Textdatei gespeichert sind.

Bei Verdachtsfällen können Behörden darauf zugreifen und haben dann eine genaue Auskunft darüber, wann man welche Webseite aufgerufen hat.

Doch nicht nur das: Wenn eine Webseite Daten wie Passwörter oder Bankdaten unverschlüsselt überträgt, können bei nicht-anonymem Surfen alle Daten im Klartext durch sogenannte „Man-In-The-Middle“ Attacken abgegriffen werden.

Glücklicherweise gibt es jedoch viele Programme und Anbieter, die anonymes Surfen großteils ermöglichen. 

Wie kann man anonym surfen?

Es gibt einige Varianten, um ohne Spuren und anonym zu surfen. Manche sind sicherer als andere. Im Folgenden möchten wir unsere Top 5 Methoden zum sicheren Surfen präsentieren.

Anonym im Internet

1. Über einen VPN surfen – Empfehlung

Wer über ein virtuelles privates Netzwerk surft (kurz: VPN), benutzt eine der sichersten Methoden für anonymes Surfen.

Bei einem VPN verbindet sich der eigene Rechner über eine Art „geschützten Tunnel“ zu einem anderen Server, von wo aus die Internet-Kommunikation mit der Außenwelt stattfindet.

Somit wird die eigene Verbindung verschlüsselt und die IP-Adresse verschleiert.

VPN Nord

Einerseits können somit Man-In-The-Middle-Attacken erschwert werden, andererseits weiß die besuchte Webseite nicht mehr, woher man kommt.

Einen VPN kann man also nicht nur zum sicheren Surfen verwenden, sondern beispielsweise auch dafür, um einer Streaming-Webseite vorzugaukeln, dass man aus einem anderen Land kommt.

Hinweis: Wir von Tarifgigant.at empfehlen NordVPN. Der Anbieter gehört zu den beliebtesten und sichersten VPN-Anbietern weltweit. Außerdem gibt es eine doppelte Absicherung durch das Tor-Netzwerk.

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Natürlich ist die Anonymität vom verwendeten VPN-Service abhängig. Während Anbieter, wie zB. NordVPN, garantieren, dass in ihrem Land (Panama) keine Daten an Behörden weitergegeben werden, gibt es andere Anbieter, bei welchen leider eine Datenweitergabe an Behörden erfolgt.

So war es beispielsweise beim Anbieter HMA! schon öfter der Fall, dass auf Behördenanfragen reagiert wurde – und Daten preisgegeben werden.

Fazit VPN: VPN ist bis dato eine der sichersten Methoden, um online zu surfen. Die IP-Adresse wird nicht nur verschleiert, es erfolgt auch eine Verschlüsselung der Verbindung.

2. VPN mit Tor kombinieren – Empfehlung

„Tor“ wird ein Netzwerk zur Anonymisierung des Internetverkehrs genannt. Dabei wird eine Verbindung über so viele verschiedene „Nodes“ umgeleitet, dass am Ende nicht mehr klar ist, woher die Anfrage eigentlich kam. Dabei handelt es sich um die Zwiebel- (oder auch „Onion“-)Methode. In Verbindung mit einem guten VPN ist diese Methode extrem sicher.

Tor über VPN

Ein Problem bei Tor war immer, dass der 1. Node die eigene, richtige IP-Adresse kannte.

Somit könnte jeder, der Kontakt zum 1. Node bekommt, die eigene IP-Adresse herausfinden. Diese Methode hat die NSA beim Schnüffeln oft verwendet.

Benutzt man Tor jedoch innerhalb eines VPN-Netzwerks, kennt nicht einmal der 1. Node die eigene IP-Adresse.

Bei Tor-über-VPN hat man somit gleich 2 Sicherheitsschichten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tor über VPN zu realisieren.

Hinweis: Bei „normalen“ VPNs genügt es, innerhalb der VPN-Verbindung den Tor-Browser zu starten. Das ist jedoch nicht bei allen VPN-Anbietern möglich. Bei NordVPN versteckt sich die Funktion im Menü auf der linken Seite: „Onion Over VPN“.

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Bei dieser Methode sollte man jedoch bedenken, dass wegen des Zwiebel-Prinzips die eigene Verbindungsgeschwindigkeit absinken kann. Es kann also sein, dass Streams oder Downloads nicht so flüssig laufen, wie sonst. Diese Einbuße sollte man jedoch in Kauf nehmen, wenn man anonym surfen möchte.

Fazit VPN + Tor: Diese Kombination ist (fast!) bombensicher. Durch zwei Sicherheitsstufen surft man besonders anonym. Hier werden zwei starke Anonymisierungs-Tools vereint. Die Surfgeschwindigkeit leidet jedoch darunter.

3. Inkognito-Modus verwenden

Die einfachste und unkomplizierteste Variante für mehr Online-Sicherheit ist die Verwendung des Inkognito-Modus im eigenen Webbrowser. Das empfehlen wir vor allem dann, wenn du auf einem fremden PC surfst.

inkognito

Webbrowser speichern normalerweise viele Dinge über das eigene Surfverhalten: Login-Daten, Verläufe, Cookies und mehr.

Fremde Personen, die darauf Zugriff haben, können mit diesen Daten einige dumme Dinge anstellen. Hat man vergessen, sich irgendwo auszuloggen, können andere Leute dann sogar Sachen auf Facebook posten oder private Nachrichten lesen.

Das ist übrigens auch dann der Fall, wenn der Browser einfach so die Login-Daten gespeichert hat!

Hierfür eignet sich der Inkognito Modus: Alle modernen Browser verfügen darüber. Er ist meist im Menü versteckt.

Im Inkognito-Modus wird auf dem lokalen Computer nichts über das eigene Surfverhalten gespeichert. Sobald man das Browserfenster schließt, werden alle Surf-Daten aus dieser Sitzung gelöscht.

Ziemlich praktisch, außerhalb des Computers wird jedoch nichts anonymisiert. Hierbei handelt es sich also um eine lokale Methode.

Fazit Inkognito-Modus: Der Inkognito-Modus sorgt dafür, dass auf dem Computer keine Spuren aus einer Surf-Sitzung gespeichert bleiben. Das ist vor allem auf öffentlichen PCs praktisch. Die eigene Verbindung wird aber nicht anonymisiert.

4. WLAN besser verschlüsseln

WLAN wurde erfunden, damit Netzwerkgeräte untereinander drahtlos kommunizieren können. Es birgt jedoch einige Sicherheitsrisiken.

WPA Verschlüsselung

Leider ist WLAN – vor allem mit alten Verschlüsselungsmethoden, wie WEP – sehr leicht knackbar. Es reicht eine Google-Suche, um Programme zu finden, mit denen man sich in fremde WLAN-Netzwerke „hacken“ kann.

Sicherer sind moderne Verschlüsselungsmethoden, wie WPA2.

Wir empfehlen jedem, einmal in die Einstellungen des eigenen Routers zu schauen und zu überprüfen, welcher Verschlüsselungsstandard verwendet wird. Wenn dort WEP steht, dann surft man unsicher.

Vor allem in Wohnanlagen und an anderen belebten Plätzen sollte man dringend auf WPA2 (oder neuer) umsteigen.

Fazit WLAN: WLAN ist praktisch, kann jedoch sehr unsicher sein. Daher empfiehlt es sich, immer die aktuelle Verschlüsselungsmethode zu verwenden. Das hilft dann auch bei der Online-Anonymität und Sicherheit.

5. PC „sauber“ halten

Der wohl wichtigste Punkt beim sicheren und anonymen Surfen ist ein virenfreier PC. Denn die am besten verschlüsselte Verbindung bringt gar nichts, wenn ein Programm auf dem Computer alle Daten abfängt.

Anonym im Internet: PC sauber halten

Auch heutzutage ist es noch so, dass ein falscher Klick dort oder ein falscher Download da ausreichen, um Schadsoftware auf dem Computer zu installieren.

Erst vor kurzem war wieder viel Ransomware im Umlauf.

Auch Nutzer von Macs sollten sich nicht zu sicher fühlen. Es stimmt zwar, dass Macs prinzipiell seltener von Viren befallen sind, als Windows-PCs. Trotzdem gibt es auch für Mac-Computer Viren.



 

Unsere Empfehlung ist daher ganz klar, dass man immer ein aktuelles Anti-Viren-Programm verwendet. So ist man auf der sicheren Seite und man muss nicht bei jedem Klick Angst haben, sich einen Virus herunterzuladen.

Fazit: Leider schwirrt im Web viel Schadsoftware herum. Ein falscher Klick genügt also, um gefährliche Programme herunterzuladen. Eine gute und immer upgedatete Anti-Viren-Software schützt vor so einem Befall.

Fazit: Anonym im Internet surfen

Wie dieser Beitrag gezeigt hat, gibt es verschiedene Wege, um anonym im Internet zu surfen.

Die unkomplizierteste Variante ist sicher der Inkognito-Modus, hier wird jedoch nur lokal anonymisiert.

Wer auch außerhalb des eigenen Computers keine Spuren hinterlassen möchte, der sollte einen VPN verwenden. Eine zusätzliche Sicherheitsstufe bekommt man, wenn man das VPN mit dem Tor-Netzwerk kombiniert.

Niemals sollte man auf einen guten Anti-Viren-Schutz und eine sichere WLAN-Verbindung vergessen.

Bitte bedenke: Eine hundertprozentige Sicherheit wird es im Internet nie geben. Sei dir also immer darüber bewusst, dass auch bei den besten Anonymisierungsmethoden jemand zuschauen könnte.