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Mit Nischenseiten Geld verdienen: Case Study

Mit Nischenseiten Geld verdienen

Viele Leute suchen nach Wegen und Möglichkeiten, online Geld zu verdienen. Manche möchten es mit Trading und Kryptowährungen versuchen, wiederum andere wollen sich ein eigenes Verkaufs-Business aufbauen und dann gibt es noch die, die bei Nischenseiten ihre große Chance sehen.

Bei Nischenseiten handelt es sich um kleine Webseiten oder Blogs zu einem bestimmten Thema. Sobald die ersten Besucher auf die Webseite kommen, können solche Seiten mithilfe von Partnerprogrammen und Werbeeinblendungen monetarisiert werden.

Dass das ziemlich gut funktionieren kann, zeigt unsere reale Case Study (Fallstudie) weiter unten. Dort beschreiben wir, wie wir eine Nischenseite aufgebaut haben, die monatlich Geld abwirft.

Hinweis: Wie bei all unseren Ratgebern auch hier ein ernstgemeinter Hinweis. Nur weil es möglich ist, mit solchen Seiten Geld zu verdienen, heißt das noch lange nicht, dass du von heute auf morgen reich sein willst. Wie bei allen Online-Projekten ist auch hier viel Arbeit gefordert.

Quelle der Grafik: Hintergrund Vektor erstellt von freepik – de.freepik.com


Was sind Nischenseiten?

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind Nischenseiten kategoriespezifische Webseiten, die sich auf ein ganz spezielles Nischen-Thema fokussieren.

Beim Thema kann es sich beispielsweise um eine Produktkategorie oder ein menschliches Problem, bzw. Bedürfnis handeln.

Nischenseite Beispiel

Beispiel einer Nischenseite

Der wichtigste Punkt bei Nischenseiten ist der, dass die Webseite so „niched-down“, wie möglich ist. Zu Deutsch: Die Webseite sollte in einer besonderen Nische sehr ins Detail gehen.

Je „nischenmäßiger“ das Thema, desto eher hat man Chancen, die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Hinweis: Der Grundgedanke bei Nischenseiten ist der, dass man durch die Spezialisierung auf ein Thema keine großen Konkurrenten hat.

Als Beispiel wären hier zB. Staubsaugerroboter zu nennen.

Beim Thema „Staubsauger“ handelt es sich um keine Nische an sich – das Thema ist zu breit und zu groß. Bei den Themen „Staubsaugerroboter“ oder gar „Staubsaugerroboter für Tierhaare“ handelt es sich jedoch sehr wohl um Nischen, die man versuchen könnte, mit einer qualitativen Webseite zu besetzen.

Wir empfehlen das Nischenseiten-Aufbau-eBook:
Schritt-für-Schritt zur eigenen Nischenseite


Wie kann ich mit Nischenseiten Geld verdienen?

Das Grundprinzip bei der Erstellung jeder Webseite ist, dass aus Lesern und Besuchern zahlende Kunden gemacht werden können.

Neben komplizierten Systemen gibt es auch einfache Varianten, um mit Nischenseiten Geld zu verdienen.

Als Paradebeispiel sind hier Partnerprogramme zu erwähnen. Diese sind einfach zu handhaben und können auch von Anfängern eingebaut werden.

Dabei handelt es sich um Angebote von Online-Shops, mit denen Betreiber von Webseiten Geld verdienen können.

Amazon Partnerprogramm

Konkret funktioniert das so: Der Betreiber einer Nischenseite leitet seine Besucher über einen speziellen Partnerlink zu einem Online-Shop oder anderen Angebot. Kaufen seine Besucher dort etwas, bekommt der Webseitenbetreiber eine Provision.

Die Provision ist bei jedem Angebot anders. Beim Amazon Partnerprogramm kann man beispielsweise bis zu 12% pro verkauftem Produkt erhalten, was nicht gerade wenig ist.

Hinweis: Neben der Einbindung eines Partnerprogramms gibt es auch noch andere Methoden, beispielsweise der Verkauf eigener Produkte. Die einfachste Methode stellen anfangs jedoch Partnerprogramme dar.

Case Study: Wie wir eine Nischenseite aufgebaut haben, die in Spitzenmonaten mehr als 400€ abwirft

In der folgenden Case Study möchten wir die einzelnen Schritte zeigen, die wir angewandt haben, um eine Nischenseite zu erstellen, die uns monatlich gutes Geld einbringt. 

Nischen Einnahmen Case Study

Bereits im Jahr 2017 hatten wir die Idee, eine neue Nischenseite zu erstellen.

Einerseits, um zu sehen, wie viel eine gut geplante Seite abwerfen kann. Andererseits, um einen Überblick über den Aufwand zu bekommen: Wie viel Arbeit muss in so eine Seite investiert werden?

Mittlerweile ist die Webseite bereits mehr als ein Jahr online und generierte im letzten Jahr Einnahmen im unteren vierstelligen Bereich. Für dieses Jahr erwarten wir noch einmal eine deutliche Steigerung.

Recherche

kwfinder Case Study

Der erste Weg führt uns, wie bei jedem neuen Online-Projekt, zu kwfinder

Bei kwfinder kann man einen Suchbegriff eingeben. Das Tool zeigt einem dann die Anfragen für diesen Suchbegriff (pro Monat) an.

Außerdem wird die Konkurrenz angezeigt: Je höher die „SEO-Difficulty“, desto schwieriger ist es, für eine Seite zu ranken.

Hinweis: Natürlich ist die „SEO-Difficulty“ nur ein fiktiver Wert und man sollte ihr nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Es kann aber eine Orientierungshilfe darstellen.

Die Arbeit beginnt bei uns mit dem Brain-Storming. Es werden alle Ideen, die uns gerade so einfallen, oder die uns in den vergangenen Tagen durch den Kopf gingen, auf einem Blatt Papier eingefangen.

Welche Nischen wären gut? Welche Probleme haben Menschen? Nach was suchen Menschen im Internet?

Nachdem eine große Liste entstanden ist, werden die dazugehörigen Suchbegriffe nach und nach im kwfinder überprüft. So sieht man sofort, welche Themengebiete eine geringe (oder gar keine) Konkurrenz haben und wo es sich lohnen würde, eine Webseite zu erstellen.

Nachdem wir viele verschiedene Keywords probiert haben, blieb nur ein Thema übrig:

kwfinder Recherche

Das Hauptkeyword hat mehr als 700 Suchen pro Monat und die Konkurrenz ist mit einem „Difficulty Score“ von 21 sehr schwach.

700 Suchen pro Monat sind unserer Meinung nach noch in einem akzeptablen Rahmen. Vor allem für eine sehr enge Nische, in der die Produkte einen höheren Preis haben.

Außerdem gibt es bei diesem Thema viele verwandte Suchbegriffe mit höheren Suchvolumina.

Erstellung der Webseite

Nachdem wir uns für das Thema entschieden haben, geht’s zur Erstellung der Webseite.

screenshot-domain

Der erste Punkt ist die Auswahl der Domain: Wie soll die Webseite heißen? Auf Plattformen wie checkdomain.de kann man überprüfen, welche Adressen noch frei sind.

Wir empfehlen, das Keyword immer irgendwie in die Domain zu integrieren. So signalisiert man Google direkt, worum es geht.

Anschließend geht’s an die Planung und Erstellung der Webseite.

Für unsere Case Study Webseite haben wir auf ein Blatt Papier skizziert, wie die Menüstruktur der Webseite aussehen soll: Welche Unterseiten soll es geben? Ist ein Blog notwendig?

Außerdem haben wir alle Keyword-Ideen direkt aufgeschrieben und nach Wichtigkeit sortiert: Welche Themen sollen zuerst behandelt werden, welche sind weniger wichtig?

Menüstruktur Beispiel

Beispiel: Menüstruktur von Tarifgigant.at

Nachdem das erledigt war und wir in etwa einen Plan davon hatten, wie die Seite aufgebaut sein soll, ging’s an die Erstellung.

Wir benutzen für unsere Seiten immer WordPress. WordPress ist vergleichsweise sicher (wenn es upgedatet wird!), kostenlos und mit allen PHP-Hostern kompatibel.

Einige Wochen zogen ins Land und wir waren damit beschäftigt, die Webseite aufzubauen – Seite für Seite, Beitrag für Beitrag.

Die Ideen für die Beiträge haben wir auch aus kwfinder entnommen, schließlich ist es immer gut, Beiträge zu schreiben, nach denen die Leute auch googeln.

Ein weiterer guter Ratschlag ist, thematisch relevante Foren zu durchsuchen. Dort findet man auch Themen, die die Leute interessieren.

beiträge

Nach ungefähr 3 Wochen war die Webseite mit den ersten 10 qualitativen Beiträgen (und einigen Seiten) gefüllt und wir waren bereit, online zu gehen.

Wir empfehlen das Nischenseiten-Aufbau-eBook:
Schritt-für-Schritt zur eigenen Nischenseite

Backlink-Aufbau

Einer der wichtigsten Punkte bei Nischenseiten ist der Aufbau von externen Backlinks (Links von anderen Seiten zu der eigenen Seite).

Nur so wird Google auf die Webseite aufmerksam.

Wir haben einige Links in thematisch relevanten Foren gesetzt und Webseitenbetreiber einfach angeschrieben, ob sie zu unserer Webseite verlinken möchten.

Natürlich sollte man das nie in einer „spammy“ Art machen und nicht nach einem Link betteln – das wird nicht gut ankommen. Vielmehr sollte man einfach auf Beiträge aufmerksam machen und nebenbei erwähnen, dass man gerade gestartet ist und vielleicht ein Link möglich wäre.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Eintragung bei der Search Console von Google.

So zeigt man Google sofort, dass man eine neue Seite gestartet hat.

Monetarisierung

Geld verdienen

Zwischen der Erstellung der Webseite und der Monetarisierung kann man sich Zeit lassen.

Im Grunde gibt es zwei Varianten: Eine ist, von Anfang an Affiliate-Links und Werbung einzubauen. Die andere ist, einpaar Monate abzuwarten und erst dann die Webseite zu monetarisieren.

Verfechter der 2. Variante sind der Meinung, dass man so Google eine „saubere“ Seite ohne Werbung präsentiert.

Wir finden aber, dass nahezu jede Webseite Werbung schaltet und es somit für Google keine große Relevanz haben wird, ob man von Anfang an oder erst später die Webseite monetarisiert.

Daher haben wir unsere Case Study Seite von Anfang an mit Links zu Amazon befüllt.

Case Study: Links

Natürlich nicht zu viele, schließlich möchten wir unsere Leser ja nicht vergraulen. Aber schon genug, damit der ein oder andere von unserer Nischenseite zu Amazon springt und vielleicht etwas kauft.

Hinweis: Neben dem Amazon Partnerprogramm findest du online noch viele weitere Affiliate-Programme. Suche einfach nach „Affiliate Programme“ bei Google.

Nachdem die Webseite vorerst fertig ist, sollte sie regelmäßig aktualisiert werden.

Am besten, man veröffentlicht neue Beiträge nach einem Plan – beispielsweise 1-2 neue Posts pro Monat.

Dafür haben auch wir uns bei unserem Projekt entschieden.

Resultate

Mittlerweile ist die Webseite für unsere Case Study mehr als 15 Monate online. Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Was die Besucherzahlen betrifft, so gab es die ersten 10 Monate keine besonderen Entwicklungen.

Wie für eine neue Webseite zu erwarten, stiegen die Zahlen bis Juni stetig. Ab September gab es dann aber eine Besucher-Explosion, was auf neue Beiträge und Backlinks zurückzuführen ist.

Besucherentwicklung

Gleich verhält es sich bei den Einnahmen.

Wir verwenden für die Monetarisierung hauptsächlich Amazon, möchten in Zukunft aber auch auf andere Partnerprogramme setzen.

Einnahmen für die Seite

Hier sieht man, dass bei Nischenseiten (wie bei allen Geschäftsmodellen) anfangs viel Geduld gefordert ist. Man arbeitet, ohne irgendwelche Resultate zu sehen.

Das kann anfangs sehr demotivierend sein, lohnt sich aber auf lange Sicht.


Mit Nischenseiten Geld verdienen: Wichtigste Tipps

  • Die Keyword-Recherche ist unabdingbar. Die beste Webseite der Welt hilft nichts, wenn die Konkurrenz zu stark ist.
  • Planen und skizzieren. Vor der Erstellung einer Seite sollte man immer vor Augen haben, wie sie am Ende aussehen soll.
  • Einnahmen diversifizieren. Nicht nur auf ein Partnerprogramm setzen. Dieses kann von heute auf morgen die Teilnahmebedingungen ändern.
  • Dafür sorgen, dass die Webseite bekannt wird. Regelmäßig Webseitenbetreiber anschreiben und auf die eigene Seite aufmerksam machen, aber nicht spammen.
  • Geduld haben. In den ersten Monaten des Nischenseiten-Aufbaus scheint alles sehr trocken und es ist leicht, die Motivation zu verlieren. Immer wieder ans Ziel denken!

Wir empfehlen das Nischenseiten-Aufbau-eBook:
Schritt-für-Schritt zur eigenen Nischenseite

Mit Nischenseiten Geld verdienen: Blick in die Zukunft

Es wird auch in den kommenden Jahren möglich sein, mit kleinen Nischenseiten Geld zu verdienen.

Wichtig ist jedoch, dass man immer auf dem neuesten Stand bleibt und sich informiert, falls es Änderungen beim eigenen Partnerprogramm gibt.

Außerdem sollte man immer wieder nach neuen Nischen Ausschau halten, zB. wenn neue Produktkategorien auftauchen.

Beispiel: Vor 10 Jahren gab es die Produktkategorie „Tablet“ noch gar nicht. Seit der Einführung des iPads sind Tablets überall.

Fazit

Mit Nischenwebseiten ist es tatsächlich möglich, sich ein passives Einkommen aufzubauen.

„Passiv“ bedeutet in diesem Fall aber nicht, dass man gar nicht arbeiten muss. Vielmehr heißt das, dass man immer wieder an der Webseite experimentieren und neue Beiträge schreiben muss, dafür generiert die Seite aber auch dann Geld, wenn man gerade nicht aktiv an ihr arbeitet.

Sozusagen 24/7.