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Traden für Anfänger: 21 Tipps

giphy (1)Viele Anfänger glauben, mit Trading Geld zu verdienen wäre bequem und simpel. Sie träumen von Luxus, finanzieller Unabhängigkeit und persönlicher Freiheit. Diese Träumereien stellen sich oft als realitätsfern heraus, denn die raue Wirklichkeit sieht oft anders aus: Trading ist einer der härtesten Jobs der Welt.

Nur wer diszipliniert agiert, kann im Haifischbecken der Börse überleben. 🦈

Dieser Ratgeber erklärt mit 21 Tipps das Traden für Anfänger und hilft diesen bei den ersten Schritten in die Welt des Tradens. 


1. Das Handwerk erlernen

Eine normale Berufsausbildung dauert zwischen zweieinhalb und drei Jahren. Die Regelstudienzeit der meisten Studiengänge liegt zwischen drei und fünf Jahren, je nachdem welcher Abschluss angestrebt und welches Studium absolviert wird.

Für das Traden gibt es keinen offiziellen zeitlichen Rahmen, der vorgibt, wie lange das Handwerk des Tradens erlernt werden muss. Daher kommt es zu dem verbreiteten Irrtum, dass das Traden nicht erlernt werden müsse. Das Ergebnis: Anfänger handeln an ungeeigneten Märkten, ohne Erfahrung oder nennenswerten Wissensstand. Dieses Experiment endet oft mit einem teuren Denkzettel und der Erkenntnis, dass, ohne das notwendige Wissen, keine Gewinne erwirtschaftet werden können.

Es ist nicht schwer, die Grundlagen des Tradens zu erlernen, dafür ist lediglich Lust und Geduld notwendig. Im Internet gibt es eine Vielzahl kostenloser Grundlagenkurse, die das wichtigste Basiswissen vermitteln, Theorien erläutern und einen gelungenen Start in das Trading ermöglichen.

2. Das Demo-Konto richtig nutzen

Nachdem die Grundlagen erlernt sind, möchten viele Trader sofort beginnen. Sie eröffnen ein Konto bei einem x-beliebigen Online-Broker und wollen das erlernte Wissen anwenden. Dieser ungebremste Tatendurst führt oft zu finanziellen Verlusten, da der Trader seine Ideen und sein Können noch nicht getestet hat.

Dafür gibt es Demo-Kontos. Auf diesen wird das aktuelle Handelsgeschehen dargestellt und der Trader kann sich mit der Software oder der Plattform vertraut machen. Außerdem kann der Trader verschiedene Ansätze und Systeme ausprobieren, um festzustellen, wie und was er handeln möchte.

Die Lernkurve jedes Traders ist individuell und daher ist die erforderliche Nutzungsdauer eines Demo-Kontos nicht verallgemeinerbar. Ein langes und intensives Nutzen des Demo-Kontos ist ratsam, um das eigene Können einzuschätzen.

Die erwirtschafteten Erträge des Demo-Kontos sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Der psychische Druck ist sehr viel höher, wenn mit echtem Geld gehandelt wird. Daher sollte nur auf ein Live-Konto gewechselt werden, wenn der Trader eine geeignete Handelsstrategie gefunden hat und diese problemlos umsetzen kann.

3. Den psychischen Druck minimieren

Die meisten Handelsstrategien scheitern an den Tradern. Diese befolgen die Regeln der Handelsstrategien nicht und dadurch kommt es zu Verlusten.

Psychischer Druck ist ein häufiger Grund für das Abweichen von der Handelsstrategie. Wenn an einem Handelstag ein großer Verlust hingenommen wurde, ist es für den Trader verlockend, diesen mit einem hochriskanten Trade auszugleichen.

Verluste sind desto schwerer zu verkraften, je abhängiger der Trader vom Geld ist. Muss der Trader mit dem erarbeiteten Geld die Miete, den Strom oder das Essen bezahlen, ist der Druck sehr hoch. Daher gilt die Grundregel, dass nur mit Geld gehandelt werden soll, dass nicht gebraucht wird.

4. Ordnung in das persönliche Leben bringen

Dieser Tipp ist etwas unkonventionell, sollte aber in keinem Ratgeber über das „Traden für Anfänger“ fehlen. Ein Trader kann nur erfolgreich sein, wenn er sich nicht ständig Sorgen um seine Beziehung, seine finanzielle Zukunft oder seine Gesundheit machen muss.

Trading ist kompliziert und erfordert absoluten, ungebrochenen Fokus auf das Marktgeschehen. Ist das persönliche Leben sorgenfrei, ruhig und ausgeglichen, profitiert auch das Trading davon.

5. Die Chartanalyse erlernen

Die Analyse des Kursverlaufes ist das wichtigste Werkzeug eines Traders. Aus der Chartanalyse können Prognosen für den weiteren Kursverlauf erstellt werden. Die Prognosen dienen dem Finden von konkreten Handelsideen.

Daher ist es notwendig, dass ein Anfänger die Grundlagen der Chartanalyse lernt. Dazu zählen Trendlinien, Kursmuster und einfache Indikatoren.

Nachdem die Grundlagen der Chartanalyse erlernt wurden, können die Kenntnisse vertieft und neue Analysemethoden ergründet werden. Dazu zählen Elliott-Wellen oder Candlestick-Muster. Die technische Analyse muss dabei nicht die bevorzugte Herangehensweise bleiben. Dennoch sollte jeder Trader die Grundlagen dieser Herangehensweise beherrschen.

6. Handelsstrategien finden

 

Für Anfänger ist es besonders wichtig, dass ihnen ein festes Regelwerk Halt und Orientierung gibt. Abweichungen von Handelsstrategien sind nur für Experten ratsam und auch diese versuchen, auf bekannte Muster und Ideen zurückzugreifen.

Es ist nicht schwer, Handelsstrategien zu finden. Viele Internetseiten stellen Handelsstrategien kostenlos zur Verfügung. Allerdings muss der Trader herausfinden, ob die vorgestellte Handelsstrategie zu ihm und seinen gehandelten Märkten passt.

7. Das Backtesting der Handelsstrategien

Ist eine geeignete Handelsstrategie gefunden, muss deren Gewinnerwartung noch eingeschätzt werden. Denn nur wenn eine Handelsstrategie langfristig profitabel ist, sollte diese verwendet werden.

Um herauszufinden, ob eine Strategie geeignet ist, hat sich das Backtesting etabliert. Die Strategie wird manuell oder automatisch an dem vergangenen Kursverlauf getestet, um festzustellen, wie rentabel die Strategie ist.

Zudem kann dadurch herausgefunden werden, für welche Märkte sich die Strategie am besten eignet. Das Backtesting erlaubt es dem Trader verschiedene Strategien miteinander zu vergleichen und die Auswirkungen von Optimierungen festzustellen.

8. Die eigenen Regeln der Strategie strikt befolgen

Wenn eine Strategie evaluiert wurde und das Backtesting positiv ausfiel, kann diese angewendet werden. Zwar kann von der Vergangenheit nicht unkritisch auf die Gegenwart geschlossen werden, aber dennoch bildet eine geeignete Handelsstrategie ein solides Fundament für Handelsentscheidungen.

Anfänger sollten daher immer ihre Handelsstrategien befolgen und nicht davon abweichen. Einzelne Verluste sind somit zwar nicht vermeidbar, aber da die langfristige Rentabilität statistisch erwiesen ist, wird das Befolgen der Strategie auf lange Sicht belohnt. Dies bedeutet nicht, dass es keine Sonderregelungen für das Anwenden geben sollte, diese müssen aber vorher festgelegt wurden sein.

9. Risikomanagement beachten

Eine gute Handelsstrategie ist noch kein Garant für das erfolgreiche Traden.

Dazu gehört auch das Abschätzen des Risikos und ein smarter Umgang damit. Ein Anfänger sollte niemals mehr als 10 Prozent seines Handelskontos einsetzen, um keine großen Verluste zu riskieren. Viele Trader fokussieren sich auf das Positive: die Höhe des Gewinns. Dabei verdrängen diese, dass auch der Verlustfall eintreten kann. Das Risikomanagement ist eng mit der Handelsstrategie verknüpft.

10. Stop-Loss setzen

Die Stop-Loss-Funktion wird von den meisten Brokern angeboten. Sie wird verwendet, um hohe Verluste zu vermeiden. Der Trader gibt dabei an, wie hoch der maximale Verlust sein darf, bevor die Position automatisch geschlossen wird.

Es gibt verschiedene Methoden, um den optimalen Abstand der Stop-Loss-Position von der Einstiegs-Position festzulegen. Für einen Anfänger ist lediglich wichtig, dass dieser überhaupt eine Angabe macht, wann er die Position schließen möchte. Ansonsten kann eine Position das gesamte Guthaben des Handelskontos verbrauchen. Besonders wenn eine Position über einen längeren Zeitraum laufen soll, können jederzeit unvorhersehbare Ereignisse den Kurs stark beeinflussen.

11. Gewinne realisieren

Manchmal ist es sinnvoll, Gewinne mitzunehmen, auch wenn der Kurs das angestrebte Ziel noch nicht erreicht hat.

Das soll nicht bedeuten, dass sich der Trader jederzeit über seine Kriterien für einen Ausstieg hinwegsetzen soll. Allerdings muss der Trader abwägen, ob er einen Gewinn sofort mitnimmt, solange die Position dies noch zulässt. Handelt der Trader beispielsweise eine „Trendfolgestrategie“ und einige Signale deuten eine Trendwende an, sollte dieser erwägen, die Position zu schließen. So kann er einen Gewinn mitnehmen und einen potenziellen Verlust vermeiden.

12. Den Trailing-Stop nutzen

Für Anfänger ist der Trailing-Stop eine gute Möglichkeit, einen Gewinn mitzunehmen. Der Trailing-Stop funktioniert wie ein Stop-Loss. Die Position wird automatisch geschlossen, wenn der Kurs unter eine Grenze fällt.

Die Besonderheit des Trailing-Stop ist, dass diese Grenze variabel ist. Sie passt sich an den aktuellen Kurs an und ist beispielsweise immer 15 Pips von diesem entfernt, solange dieser in die gewünschte Richtung geht. Er bleibt allerdings an dieser Stelle, wenn sich die Richtung des Kurses ändert. Somit kann der Trader sowohl hohe Verluste vermeiden als auch einen möglichen Gewinn mitnehmen, ohne selbst tätig zu werden.

13. Vermeide Großereignisse

Bei verschiedenen großen Ereignissen werden die Kurse sehr volatil. Dazu zählen Volksabstimmungen (z.B. der Brexit), Bekanntmachungen großer Finanzinstitutionen (z.B. eine Erhöhung des Leitzinses durch die EZB) oder die Veröffentlichung eines Quartalsberichtes.

Die Ergebnisse der Ereignisse sind unvorhersehbar. Der Trader hat dadurch die Möglichkeit sehr viel Geld zu verdienen, allerdings kann er auch sehr viel Geld verlieren.

Für Anfänger sind sehr volatile Märkte nicht geeignet, da dort bekannte Handelsstrategien nicht funktionieren und das Risiko sehr hoch ist.

14. Überteuerte Kurse

Das Besuchen eines Kurses, à la „Traden für Anfänger“, kann für einen Neuling sinnvoll sein. Diese Kurse können wichtige Inhalte komprimiert vermitteln und dem Nutzer einen schnellen Fortschritt bescheren. Allerdings ist vielen Kursen Vorsicht geboten.

Besonders im Internet versuchen unseriöse Anbieter ihre Kurse, Bücher oder Videos überteuert zu verkaufen. Die Schwindler verraten sich oft durch unrealistische Versprechungen und einer zu aggressiven Verkaufsstrategie.

>> Empfehlenswerte Kurse findest du in der Übersicht auf CFD.guide >>

15. Es gibt keine Gurus und keinen Heiligen Gral

Trading-Anfänger begehen oftmals den Fehler, sich strikt an das System eines selbst ernannten Gurus zu halten. Diese behaupten, den Heiligen Gral des Tradings gefunden zu haben, mit dem das Reichwerden nur eine Frage der Zeit und des Willens ist.

Viele Beginner kennen sich zu wenig mit der Materie aus, um zu erkennen, das die Versprechungen niemals einem Realitätstest standhalten könnten.
Es gibt keine Abkürzungen, keine Gurus und keinen Heiligen Gral. Trading ist ein hartes Geschäft. Es ist Verstand, Disziplin und auch Glück nötig, um langfristig an den Märkten erfolgreich zu sein. Der leichte Weg der Gurus klingt zwar besser, füllt letztlich aber nur deren Portemonnaies.

16. Objektivität beim Traden

Für Anfänger ist der Kauf von Finanzprodukten oftmals mit Interesse oder Sympathie für ein bestimmtes Unternehmen verbunden. Ein begeisterter VW-Fahrer wird demnach wahrscheinlich Aktien des Wolfsburger Unternehmens kaufen.

Diese Verbundenheit mit „Lieblingsunternehmen“ hindert Trader, objektive Entscheidungen zu treffen.

Daher ist es für Trader ratsam, keine Aktien dieser Unternehmen zu handeln. Die Entscheidung wäre diesfalls nicht objektiv und der Trader würde innerlich eher das Produkt oder Unternehmen kaufen. Dieser Tipp betrifft selbstverständlich nur absolute Liebhaber bestimmter Unternehmen oder Produkte.

17. Intuition

Es gibt einige Fälle, in welchen Intuition notwendig ist, um die richtige Entscheidung zu treffen. Dies betrifft auch das Handelsgeschehen.

Allerdings setzen intuitive Entscheidungen sehr viel Erfahrung voraus, damit diese richtig sind. Denn die Intuition entsteht aus dem Unterbewusstsein und dieses muss erst durch sehr viele relevante Informationen „gefüttert“ werden.

Daher sollten Anfänger niemals aus Intuition handeln. Oftmals verstecken sich Emotionen hinter der Fassade der Intuition: Gier oder Angst verleiten den Trader zu einem Trade und dieser rechtfertigt diesen Trade mit Intuition, wobei sich dieser eigentlich von seinen Emotionen leiten ließ.

18. Vollgepackte Charts vermeiden

Der Chart eines Anfängers sollte möglichst frei von Indikatoren und Trendlinien sein. Diese sind zum Analysieren zwar hilfreich, sollten den eigentlichen Kursverlauf aber nicht überdecken.
Ein erfahrener Trader erkennt ohne Hilfsmittel einen Anstieg der Volatilität oder Trendwende-Signale.

Damit ein Anfänger auf dieses Niveau kommen kann, muss er den Chart auch ohne Indikatoren betrachten und Handelsideen finden können. Zu viele Indikatoren verkomplizieren das Handeln und verdecken wichtige Signale.

19. Höhere Timeframes

Signale sind umso eindeutiger, je höher die Zeiteinheit ist. Niedrigere Timeframes neigen dazu, viele falsche Signale zu geben. Diese Wahrheit spricht zwar gegen das gesamte Day-Trading-Konzept, aber ist statistisch erwiesen: Trader sind umso erfolgreicher, je höher der Timeframe ist.

Demnach sind Trader erfolgreicher, die nach Signalen im 4-Stunden-Timeframe handeln. Trader die im 15-Minuten-Timeframe handeln, haben zwar mehr Einstiegssignale und handeln somit häufiger, sind aber nicht so erfolgreich.

20. Regelkonforme Ein- und Ausstiege

Anfangs ist es wichtig, den Fokus nicht auf den Gewinn oder Verlust am Ende des Handelstages zu richten. Schließlich gehört hierzu auch etwas Glück dazu. Der Anfänger sollte vielmehr darauf achten, die Regeln seiner Handelsstrategie zu befolgen und sein Können zu verbessern.

Für den Trader ist es schön, wenn er Gewinne erwirtschaften kann. Viel wichtiger ist es jedoch, dass sich der Trader gute Verhaltensweisen aneignet. Hierzu zählt das Befolgen vorher festgelegter Regeln.

21. Nicht aufgeben und sich ständig verbessern

Am Anfang ist das Geschäft mit Finanzprodukten etwas kompliziert und es ist leicht, den Überblick zu verlieren. Wichtig ist, dass der Trader nicht aufgibt und sich das notwendige Wissen sowie die richtige Trading-Einstellung aneignet. Somit hat er die Möglichkeit, langfristig erfolgreich am Marktgeschehen teilzunehmen.

Falls etwas schiefgeht, muss der Wille vorhanden sein, den Fehler mit Ehrgeiz und Fleiß wieder auszugleichen.

Wenn eine Handelsstrategie nicht funktioniert, muss der Trader versuchen, sie zu optimieren oder eine andere Handelsstrategie finden, die besser für ihn geeignet ist. Ein erfolgreicher Trader passt sich ständig den wechselnden Marktbedingungen an, um weiterhin Geld mit dem Traden zu verdienen.


Wir hoffen, wir konnten dir mit unseren 21 Tipps den Einstieg in die Welt des Tradens erleichtern. Noch mehr Infos zum Thema findest du auf der Webseite CFD.guide, beispielsweise den Schritt-für-Schritt Guide oder die Blog-Kategorie „Über CFDs“.


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