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Wie 10.000€ anlegen? Aktuelle Krise nutzen?

Für viele Anleger stellen 10.000 Euro gewissermaßen den Grundbetrag dessen dar, ab wann es sich lohnt, sich intensiv mit Kapitalanlagemöglichkeiten zu beschäftigen. Denn im Gegensatz zu kleineren Beträgen kann mit 10.000 Euro breiter diversifiziert werden, als mit kleineren Anlagesummen.

Das Stichwort Kosten spielt hier eine ganz große Rolle: Da Online-Broker in puncto Transaktions- und Ordergebühren häufig Festpreise verlangen, kann die Anlage von kleineren Beträgen häufig richtig ins Geld gehen.

10.000 Euro anlegen scheint hier genau die richtige Summe, um erste Kapitalanlagen an Börse und Co zu tätigen. Doch wohin mit dem hart ersparten Geld, sodass dieses eine möglichst hohe Rendite abwirft, das Geld aber gleichzeitig sicher und risikoarm angelegt ist?

Im Folgenden daher ein paar hilfreiche Tipps und Tricks, wie Privatanleger vor allem wegen der aktuellen Corona-Krise zuschlagen sollten.

Dieser Beitrag wurde am 27. März 2020 veröffentlicht.


Jetzt ist Shopping-Zeit für verschiedene Anlageklassen

investierenDer Crash ist da und die Preise für verschiedene Assets befinden sich im Keller.

Einige DAX-Werte haben in Kalenderwoche 10 & 11 stellenweise über 30 Prozent an Wert verloren.

Insofern der individuelle Risikopuffer in Form einer kleineren Tagesgeldanlage zurückgelegt ist, sollte am besten sofort mit 10.000 Euro anlegen begonnen werden, da die Gelegenheit aktuell so gut wie lange nicht mehr ist.

Im Folgenden sollen daher ein paar vielversprechende Anlageklassen aufgezeigt werden, in die aktuell ein Investment lohnt.

Zum Aktiendepot Vergleichsrechner

1. ETFs (ausschüttende oder thesaurierende ETFs)

10.000 € investierenEin großer Anteil in puncto 10.000 Euro anlegen sollte in breitdiversifizierte ETFs (Exchange-Traded-Funds) investiert werden.

Hierbei handelt es sich um passiv gemanagte Fonds, die eine Vielzahl verschiedener Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen sowie Rohstoffe und weitere Assets enthalten können und einen Index auf die entsprechenden Basiswerte abbilden – letztere können entweder physisch vorhanden sein oder vom ETF abgebildet werden.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise befinden sich die Preise für ETF-Fonds momentan im Keller. Ausschüttungsraten von 2,00 bis 8,00 Prozent pro Jahr sind bei ausschüttenden ETFs keine Seltenheit – bei gleichzeitig vergleichsweise geringem Risiko.

2. In Anleihen investieren

Schon Benjamin Graham offenbarte in seinem Meisterwerk The Intelligent Investor jene Weisheit, dass eine Beimengung von Anleihen (Unternehmens- und Staatsanleihen) im Portfolio dessen Risikohaftigkeit deutlich senkt und für sichere, solide Renditen sorgen.

Aktuell sind für Obligationen zwischen 1,00 und 2,50 Prozent Zinsen pro Jahr zu haben – rund 25 Prozent des eigenen Portfolios sollte im Bestfall aus Anleihen bestehen.

3. Auch Einzelaktien halten

EinzelaktienDeutlich kleiner sollte im individuellen Portfolio schon der Anteil an Einzelaktien sein.

Hier sollte verstärkt auf Wachstumsaktien wie zum Beispiel Tesla, Google oder Apple gesetzt werden, da diese ein vielversprechendes Kurspotenzial aufweisen und dadurch als Portfolio-Booster dienen können.

Für solide Erträge sorgen im 10.000 Euro anlegen-Portfolio bisweilen schon die ETF-, beziehungsweise Anleihen-Anteile – hier geht’s dagegen um Kursgewinne!

4. REITs für Investments in die Immobilienbranche nutzen

REITS 10.000 Euro investierenEbenso wenig fehlen darf im 10.000-Euro-Portfolio die Anlageklasse der Immobilien.

Um hier möglichst risikoarm zu investieren und ein potenzielles Klumpenrisiko zu vermeiden, empfiehlt sich für den Kleinanleger das Investieren in sogenannte REITs (Real-Estate-Investment-Trusts).

Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die als Kapitalsammelstelle für Immobilienkäufe dienen. Ihre Mieteinnahmen schütten die REITs in Form von regelmäßigen Dividendenzahlungen an ihre Anteilseigner aus – also: rein damit ins Portfolio!

5. Auch P2P– und P2B-Kredite für 10.000 anlegen verwenden

ImmobilienEin kleinerer Anteil des Anlagekapitals kann auch in P2P- oder P2B-Kredite investiert werden. Hierbei handelt es sich um Peer-to-Peer-Kredite, beziehungsweise Peer-to-Business-Kredite – also faktisch um Kredite von privat an privat oder von privat an Unternehmen.

Aktuell gibt es diesbezüglich eine Vielzahl von Plattformen im Netz, die sich auf das Angebot der Privatkredite spezialisiert haben – zum Beispiel Mintos, Bondora oder Auxmoney, um nur einige Anbieter zu nennen.

Die Renditen sind bei dieser Anlageklasse mit durchschnittlich 8,00 bis 13,00 Prozent zwar recht hoch, aber ebenso risikoreich ist diese Variante auch. Es empfiehlt sich daher, nur einen kleinen Prozentsatz des eigenen Portfolios (zwischen 5 und 10 Prozent) in diese Anlageklasse zu investieren.

6. Edelmetalle wie zum Beispiel Gold kaufen

Eine zusätzliche Beimengung von Gold darf in keinem Portfolio fehlen.

Denn Edelmetalle dienen schon seit jeher als Krisensicherung vor Wirtschaftskrisen, Crashs oder anderweitigen Ereignissen. Physische Goldanlagen sind daher eine ideale Ergänzung und bieten dem Anleger durch Sachwerte eine optimale Absicherung und lassen sich in Krisenzeiten relativ unkompliziert wieder liquidieren.

Goldkurs

Goldkurs März 2019 – März 2020 (Quelle: Finanzen.net)

7. Überschüssige Liquidität einfach in kurz- bis mittelfristigen Festgeldanlagen parken

Trotz der aktuell sehr niedrigen Zinsen für Sparanlagen stellen Festgeldkonten immer noch eine sichere und gern genutzte Kapitalanlagemöglichkeit dar.

Überschüssiges Kapital, welches im Rahmen von 10.000 Euro anlegen so noch nicht in die genannten Asset-Klassen investiert wurde, kann über diesen Weg in Festgeldanlagen mit kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten angelegt werden – sprich: Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten.

Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass das angelegte Kapital relativ schnell wieder frei wird und neu angelegt werden kann – im Falle einer Zinsniveauänderung können Anleger so flexibler reagieren. Je nach Kreditinstitut werden für Festgeldanlagen mit 12- bis 36-monatiger Laufzeit aktuell zwischen 0,50 und 1,50 Prozent Sparzins geboten.

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Fazit: In puncto 10.000 Euro anlegen auch immer die eigenen Anforderungen überprüfen

investImmer sollten Anleger auch die eigenen Anforderungen an Kapitalanlagen beachten und sollten ihr Portfolio nicht zuletzt auch danach auslegen.

Risikoaffinere Anleger können den Anteil an risikoreicheren Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien vergleichsweise hochhalten, was zugunsten der maximal erzielbaren Rendite geht.

Wer es eher risikoärmer mag, der fährt mit einem höheren Anteil an Anleihen oder Festgeldanlagen sicher besser. Auch sollte immer beachtet werden, nach welcher Strategie das Portfolio ausgerichtet sein soll – ob nach Wachstum oder eher nach Rendite (beziehungsweise Cashflow).